Hyperhidrose

Bei körperlicher Belastung oder hohen Umgebungstemperaturen versucht der Körper Energie abzugeben, um sich vor einer Überhitzung zu schützen. Dafür produziert er Schweiß, der an die Umwelt abgegeben wird. Reguliert wird diese Funktion über das autonome Nervensystem, das nicht unserem Willen unterliegt.

Bei der Hyperhidrose funktioniert diese Regelung nicht richtig, und es kommt zu übermäßigem Schwitzen. Man unterscheidet zwei Formen: Zum einen gibt es die fokale Hyperhidrose, die sich nur an begrenzten Körperstellen, wie Handflächen, Fußsohlen oder Achseln, manifestiert. Zum anderen gibt es die generalisierte Hyperhidrose, bei der der ganze Körper betroffen ist.

Aber auch eine andere Vorerkrankung kann eine Hyperhidrose auslösen. Diese kann dann durch die Behandlung der primären Erkrankung zumindest gemildert, oft aber auch ganz geheilt werden. Wenn keine auslösende Grunderkrankung besteht, gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten. Lokal können Salben und Lösungen verwendet werden, welche jedoch nur kurz wirken. Medikamente helfen zwar gut, können aber aufgrund der starken Nebenwirkungen nicht dauerhaft eingenommen werden. Eine Iontophorese kann zumindest über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine Linderung oder sogar eine Heilung schaffen. Dauerhafte Linderung erzielt man mit operativen Eingriffen, die jedoch ein hohes Risiko und einige Nebenwirkungen mit sich bringen. Deswegen sollte man sich an einen Fachmann wenden. Gute Ergebnisse konnten auch durch die Injektion von Botulinumtoxin erreicht werden.