Haartransplantation

Durch den ab der Pubertät gesteigerten Testosteronspiegel können die Haarwurzeln geschädigt werden, wodurch die Haare schneller absterben, als neue Haare nachwachsen können. Es gibt zwar mehrere Methoden, um den Vorgang zu unterbrechen, diese sind aber nur bedingt wirksam, und können den Haarausfall nur verzögern. Eine Neubehaarung schon kahler Stellen ist mit diesen Methoden nicht mehr möglich.

Dies ist zum Beispiel mit einer Haartransplantation möglich. Hierbei gibt es jedoch mehrere verschiedene Methoden, die je nach betroffener Stellen unterschiedlich angewendet werden können. Bei der ältesten Methode "Punch" wurden von behaarten Hautteilen Zylinder mit einem Durchmesser von vier Millimetern ausgestanzt und woanders eingesetzt.

Heute werden am häufigsten die MMGs (Mini/Micrografts) eingesetzt. Hierbei wird aus dem Haarkranz ein behaarter Hautstreifen entnommen und so weit zerteilt, dass man einzelne Haare mit Wurzeln oder so genannte Haarinseln (MMG) erhält. Diese werden in vorher vorbereitete Gebiete wieder eingesetzt. Diese Methode kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und dauert zwischen drei und neun Stunden, da die Transplantate unter dem Mikroskop aufwendig zerteilt werden müssen. Eine Weiterentwicklung dieser Methode ist die Einsetzung von follikularen Einheiten (FUI), wobei der entnommene Haarstreifen noch weiter zerteilt wird. Noch fortschrittlicher ist diese Methode, wenn nicht ein ganzer Haarstreifen, sondern nur eine follikulare Einheit entnommen wird.