EmmetropieDer Sehsinn ist nicht nur für den Alltag wichtig, sondern er vermittelt auch viel Lebensqualität. Die idealisierte Sehkraft wird als Emmetropie bezeichnet. Die Emmetropie beschreibt also die Normalsichtigkeit. Diese wird erreicht, indem ein Gegenstand in unendlicher Entfernung beim entspannten Auge scharf abgebildet werden kann. Diese Erklärung ist, so wie auch der Begriff selbst, sehr theoretisch, spielt aber für die Praxis eine große Rolle. Um das scharfe Sehen zu ermöglichen, müssen die einfallenden Strahlen auf der Netzhaut in einem bestimmten Punkt, dem "gelben Fleck" oder "Fovea centralis", gesammelt werden. Dafür braucht es die Hornhaut, die durch ihren Aufbau eine sehr starke Brechkraft hat. Diese bricht die ankommenden Strahlen und leitet sie mehr oder weniger genau um, damit auf der Netzhaut ein verkleinertes, umgedrehtes Bild des gesehenen Objekts entsteht. Diese Informationen werden dann über die Sehnerven in die jeweils gegenüberliegende Gehirnhälfte weitergeleitet. Erst dort entsteht dann das Bild, das wir wahrnehmen. Was passiert, wenn die Hornhaut nicht richtig funktioniert, da sie vielleicht verkrümmt ist, sehen wir beim Tauchen. Denn das Wasser hat eine ähnliche Dichte wie die Hornhaut. Strahlen können jedoch nur an einem Übergang von einem optisch "dichten" Medium zu einem optisch "dünnen" Medium oder umgekehrt ausreichend gebrochen werden. Da es im Wasser diesen großen Unterschied nicht gibt, können die Strahlen nicht exakt gebrochen werden, und wir sehen verschwommen. Die Emmetropie bezeichnet aber nur einen idealisierten Zustand, der oftmals nicht erreicht werden kann. |